Trommelbau mit Lindenrinde

…der Bau der letztens entstandenen Rahmentrommel hat sich spontan ergeben. Da wir fleißig am Gerben und Häute schaben waren und die Rohhaut sowieso in der Herstellung das Einfachste ist bekamen wir den Impuls noch während unserer Gerbvertiefung Trommeln zu bauen. Doch standen wir vor der Frage aus was den Rahmen machen. Fertiges Material oder gar Ringe kam auf keinen Fall in Frage. Letztens hatten wir eine umgestürzte Linde aufgesucht um von ihr Bast zu nehmen und uns kam die Idee einen breiteren längeren Streifen davon abzulösen und als Rahmen zu benutzen. Wir lösten zwei etwa 8cm breite lange Streifen mit der Machete ab, mit Rinde und Bast (siehe Bilder), sodass sie in der länge gut zweimal umwickelt den Rahmen geben. Noch grün bogen wir die Streifen zu Ringen und banden sie fest um sie so eine Woche trocknen zu lassen. Nachdem sie dann halbwegs trocken waren banden wir sie mit nassen Rohhautstreifen am Rand entlang zusammen. Bei der Trommel im Bild hab ich ein braun gefärbtes breites Rohhautband genommen. Getrocknet werden diese fest und halten den Rahmen gut zusammen. Ein sehr schönes erdiges Äußeres. Die Haut ist vom Hirsch. Wir haben die noch a la Batik Manier mit Eiche, Kaffee und Zwiebelschalen gefärbt und mit einem Rohhautstreifen zusammengebunden. Mit dem Ergebnis und Klang sind wir sehr zufrieden. Dazu ein passender Trommelschlägel. Meiner aus Weißdorn und der Kopf aus hirngegerbtem ungeräuchertem Hirschleder. Das nächste Projekt schwebt mir schon wieder im Kopf herum und mein Auge hält Ausschau nach „runden stabilen Sachen“ in der Natur.. 🙂

Wildnishandwerkeln in dr Schwiz

Die letzten drei Wochen durfte ich mit den wilden Kollegen Jeremy und Philip in der Schweiz verbringen und wir übten uns am Gerben, Trommel-, Messer- und Knochenahlebauen. Danke für den Austausch und die schöne Zeit. Jetzt wissen wir auch wie man Hühner gerbt, Trommelrahmen aus Lindenbast- und Rinde improvisiert und mit Rohhaut zusammenbindet. Das Fell mit Eiche, Kaffee und Zwiebeln färbt, tiefgefrorenes Gehirn in den Schraubstock spannt um es mit dem Hammer zu zerteilen und das Fertigen von Bogenrecurves gar nicht so viel Hexenwerk ist wie es scheint. Auch durften wir erfahren dass es so viel noch zu entdecken und weiter zu vertiefen gibt. Das uringegerbte Wildschweinleder ist nicht gut geworden, dass es beim Gerben wichtig ist dem Einhirnen genügend Raum zu schenken um sich später Ärger mit dem Weichziehen der Haut zu ersparen, und das es so viele Käsefonduesorten gibt damit man rechtzeitig mit dem durchprobieren anfangen muss 🙂

Wintersurvival Kurs in Planung

…bei der Wildnisschule Waapiti (www.waapiti.com) werde ich diesen Winter als Gastreferent beim Wintersurvival Kurs beteiligt sein. Denn auch Winterzeit ist Draußenzeit 🙂 Gerade sind wir noch an der Ortssuche und Kursplanung. Mehr Infos und Termine demnächst.