Wildnisvertiefung Chevre-Miel

Demletzt hat es mich für ein paar Monate auf Wildnisvertiefung nach Frankreich in die Dordogne verschlagen. Wir übten uns unter Lynx’s Auge im Pfeil- und Bogenbauen, Bogenjagd, Fallenstellen, Flintknapping, Tierverwertung (Essen, Konsvervieren, Knochenwerkzeuge, Haut und Organe zum Gerben, …), Gerben, Lederverarbeitung, Behälter bauen (Töpfern, Korbmachen, …). 

Auch die französische (Essens)kultur haben wir am Rande nicht zu kurz kommen lassen und mein persönliches Highlight und Neuentdeckung ist die Pizza Chevre Miel 🙂

Da mir Lynx’s Charakter und Lehrmethode persönlich nicht zusagte habe ich mich entschieden den Aufenthalt nach zweieinhalb Monaten zu beenden, mir ein Fahrrad zu besorgen und mir noch einen Monat Zeit zu nehmen um mich auf meine eigene „Tour de France“ Richtung Deutschland zu machen, wo ich dann nach ca. 1600km angekommen bin. 

Es gab Höhen und Tiefen. Viel gelernt und viel erlebt, anstrengende Regentage gehabt und körperlich und psychisch herausfordernde Momente. Aber irgendwie scheinen auch die Tiefen etwas Schwung zu verleihen um die Höhen erreichen zu können. Mein Rucksack ist wieder um einige Erfahrungen reicher und ich freue mich diese bei weiteren Kursen für euch auspacken zu dürfen 🙂

Die Fahrradroute von oben betrachtet 🙂

Outdoor Guide Ausbildung in Vorbereitung

…wieder in Kooperation mit Momme und Tatjana von der Wildnisschule Waapiti sind wir dabei einen Jahreskurs „Outdoor Guide“ auszuarbeiten den wir ab 21/22 anbieten werden. Wir sind der Meinung der Großteil an derartigen Ausbildungen auf dem Markt sind sehr technisch (Klettern, Abseilen, Seilbrücken, Rafting, ..) oder Erlebnispädagogik lastig und möchten die Lücke  des Angebots mit dem was wir unter einem Outdoor Guide verstehen ergänzen. Für uns ist ein Outdoor Guide jemand der mit Menschen, egal ob privat mit Freunden oder der Familie, oder beruflich mit bunt zusammengewürfelten Individuen, draußen unterwegs ist und den Teilnehmern dabei unterstützen kann in die Natur einzutauchen. Im Draußensein drinnen sein. Wie John Muir sagte „I only went out for a walk and finally concluded to stay out till sundown, for going out, I found, was really going in.“ Das heißt wir werden da eine ordentliche Portion wild sein mit einfließen lassen 🙂 Mehr Infos demnächst. Stay wild 🙂

Trommelbau mit Lindenrinde

…der Bau der letztens entstandenen Rahmentrommel hat sich spontan ergeben. Da wir fleißig am Gerben und Häute schaben waren und die Rohhaut sowieso in der Herstellung das Einfachste ist bekamen wir den Impuls noch während unserer Gerbvertiefung Trommeln zu bauen. Doch standen wir vor der Frage aus was den Rahmen machen. Fertiges Material oder gar Ringe kam auf keinen Fall in Frage. Letztens hatten wir eine umgestürzte Linde aufgesucht um von ihr Bast zu nehmen und uns kam die Idee einen breiteren längeren Streifen davon abzulösen und als Rahmen zu benutzen. Wir lösten zwei etwa 8cm breite lange Streifen mit der Machete ab, mit Rinde und Bast (siehe Bilder), sodass sie in der länge gut zweimal umwickelt den Rahmen geben. Noch grün bogen wir die Streifen zu Ringen und banden sie fest um sie so eine Woche trocknen zu lassen. Nachdem sie dann halbwegs trocken waren banden wir sie mit nassen Rohhautstreifen am Rand entlang zusammen. Bei der Trommel im Bild hab ich ein braun gefärbtes breites Rohhautband genommen. Getrocknet werden diese fest und halten den Rahmen gut zusammen. Ein sehr schönes erdiges Äußeres. Die Haut ist vom Hirsch. Wir haben die noch a la Batik Manier mit Eiche, Kaffee und Zwiebelschalen gefärbt und mit einem Rohhautstreifen zusammengebunden. Mit dem Ergebnis und Klang sind wir sehr zufrieden. Dazu ein passender Trommelschlägel. Meiner aus Weißdorn und der Kopf aus hirngegerbtem ungeräuchertem Hirschleder. Das nächste Projekt schwebt mir schon wieder im Kopf herum und mein Auge hält Ausschau nach „runden stabilen Sachen“ in der Natur.. 🙂